Ankunft in Ulan Bator auf der Suche nach den KTM‘s

Donnerstag der 07.06.2018

Nach einem recht langen Flug mit Aeroflot von Frankfurt Flughafen über Moskau nach Ulan Bator sind wir satt und gut erholt am Ausgangspunkt unserer EnduroBoxer Tour 2018 angekommen. Jetzt müssen wir die Spedition kontaktieren und schauen wie wir an unsere Expeditionsmaschinen ran kommen. Die beiden KTM 690 Enduro-Rallye Bikes sind uns schon voraus gereist, sie stehen schon seit Montag in der Zollabfertigung. Wir sind gespannt wie bürokratisch hier gearbeitet wird. Sobald wir die Motorräder in der Hand haben geht es mit dem Zusammenbau los. Am liebsten wollen wir heute noch aufbrechen. Die Abholung zog sich über Stunden, die Mitarbeiter des Custom-Service (Mongolischen Zoll) wollten uns die Carnet Papiere nicht mit auf den Weg geben. Nach einer etwas lauteren Diskussion und ein paar KLIM Handschuhen als Bestechung war die Sache erledigt. Nach dieser Aktion wollten wir nur noch raus aus Ulan Bator. Da uns die über 350 km zum Camp der GS Trophy nun zu weit waren sind wir kurzerhand zum Chinggis Khaan Monuments gefahren. Dort in der Nähe fanden wir unseren ersten Schlafplatz in einer mongolischen Hütte. Am folgenden Morgen ging es um 4:30 auf den Weg in Richtung Russland. Wir mussten dabei viele Berge bezwingen, Täler durchquere und mächtig Staub fressen. Die Beschaffenheit unseres Tracks änderte sich laufend, doch überwiegend war es der Sand auf dem wir uns bewegten. Was mich faszinierte waren die vielen Pferde-, Kuh- und Kamelherden die wir auf unserem Weg sahen. Auch riesige Schafherden wurden in unserer Nähe getrieben. Erschreckend war für mich zu sehen wie schnell hier das Ende eines Lebens sein kann, immer wieder säumten Tierknochen und Tierkadaver unsere Spur. Der Wechsel zwischen Sand, Steinwüste und dichten Mischwäldern war für mich völlig beeindruckend. Oft mussten wir den Weg auf weiten Ebenen erahnen, dann wiederum durch dicht bewachsenen Kiefern- und Birkenwälder auf Singletrails ähnlichen Pfaden navigieren. Spät am Abend standen wir dann an der Grenze der Mongolei.

Hier haben wir dann fünf Stunden unseres Lebens mit Papierkriege und völligem Blödsinn verschwendet. Die Mongolen waren da noch hilfsbereit, sie hatten nur Probleme mit dem Carnet ATA. Doch bei den Russen passte dann unserer Art die Papiere auszufüllen nicht und wir mussten mehrmals korrigieren und neu ausfüllen. Später filmten sie dann unsere Beladung und wollten gern überall mal rein schauen. Am ganz frühen Morgen endlich in Russland eingereist haben wir aus der Not einfach in unsere Zeltplanen eingewickelt auf einem großen Tisch am Waldrand übernachtet. Jetzt waren wir wo wir hin wollten, und alles auf Walters Tracks, der eigentliche Auftrag heute war Kilometer schrubben. Wir fuhren los in grober Richtung Nord mit dem Ziel zum südlichen Zipfel des Baikalsee zu kommen. Anfangs befand sich noch Asphalt unter unsern Reifen, doch schnell bog der Track links weg und aus Schotter und Erdpfaden wurden schlecht fahrbare Sandpisten. Nach einem langem wilden überqueren eines Waldzuges kamen wir am Baikalsee an. Dort erlaubte uns ein Einheimischer an einem gesperrtem Teil des Strandes zu Zelten. Wir wurden hier nicht alt und schliefen zeitig völlig müde ein. Wieder ganz Zeitig am Morgen ging es weiter, wieder war es anfangs der Asphalt unter uns lag, doch diesmal ging dass gar nicht lange, schon waren übelste Verhältnisse die sich offiziell Straße nannten. Am Lena-Tal entlang führten uns der Track unseres Garmin bis Zhiggalovo wo wir eine tolle Übernachtung in einer örtlichen Pension fanden. Das nächste Ziel lag wiederum am Baikalsee, jedoch am nördlichen Zipfel, wer die Karte kennt weiß dass das über 1000km lang ist. In Severobaikalsk fanden wir nach einem harten Tag auf der BAM (Baikal-Amur-Magistrale) einen super Schlafplatz als einzige Gäste in einem örtlichen Hotel. Das Essen gegenüber in einem klasse Restaurant mit gigantischen Ausblick auf auf den See war übertreffend. Hier führten wir unseren ersten kleinen Service mit Reinigung an den zwei KTM 690 durch. Wieder mal früh am Morgen, doch heute ausnahmsweise mit tollem russischen Frühstück starteten wir weiter durch die Berge bis 1200m Höhe mit beeindruckenden Bergpanoramen mit schneebedeckten Gipfeln.

Die Strecke war um gelinde zu sein recht Abenteuerlich. Viele Passagen würde ich bei unserer Reisegeschwindigkeit als sehr gefährlich beschreiben. Es ist nicht selten, dass einfach mal ein Stück des schlechte Feldweges, der hier als Straße benannt ist fehlt. Für diese 450 km haben wir den ganzen Tag mit wenigen und kurzen Pausen benötigt. Und unsere Spitzengeschwindigkeit war oft weit in den dreistelligen Bereich des Tachos, dafür mussten wir sehr häufig bis in den Stillstand bremsen um uns nicht an einer Erdspalte oder Wasserfurt zu überschlagen. In Taksimo waren die Nerven blank. Ein Hotel, an dem die Bikes sicher stehen, zu finden war nicht leicht. Wir waren beide auch ziemlich erschöpft. Als wir anfingen miteinander über die richtige Art eine Übernachtung zu suchen diskutierten, entschloss ich an dieser Kreuzung zu warten bis uns ein Einheimischer hilft. Jörg lachte und in dem Moment hielt Sascha mit seinem großen Lexus an. Er fragte ob er uns helfen könne, wir erwiderten mit Ja! Jetzt war alles kein Problem mehr, er besorgt uns eine sicher und günstige Bleibe mit einem verschlossenen Tor. Nach ein paar Minuten wurden wir mit Handtüchern versorgt und als wir gewaschen und gebügelt waren brauchte er uns in ein chinesisches Restaurant. Absolut beeindruckend diese Hilfsbereitschaft. Am Donnerstag Morgen (jetzt sind wir schon eine Woche auf Tour) trafen wir uns wieder mit Sascha, er brachte uns zu einer Halle an der wir unsere zwei Reisebikes waschen durften. Anschließend verbrachten wir diesen Tag mit einem Service unserer Expeditionsmaschinen. Beide Bikes hatten je einen tropfende Gabelholm, diese wurden neu abgedichtet und befüllt. Danke an Christian Meier für das geile Fahrwerk, die WP Gabel und der Traktiv Dämpfer machen ihre Arbeit mehr als toll. Auch die Haan Wheels Felgen sind überraschend wiederstandsfähig. Die Wahl mit dem Mousse statt Schlauch war bis jetzt absolut kein Fehler. Auch die KLIM Bekleidung funktioniert toll. Der Motor und die Kette wurde dank Rockoil Germany super gepflegt.

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